Was ist eine Philosophin?

Ich habe mir (recht keck, wie ich zugeben muss) einfach einmal das Philosophin in den Domainnamen reingeschrieben. Was aber bedeutet es? Welche Anforderungen werden an mich nun gestellt? Welche Assoziationen haben die Menschen? Fangen wir an über das Bild der Menschen von Philosophen nachzudenken. Was stellt sich ein Mensch vor? Ich habe eine Freundin gefragt, sie beschrieb mir einen alten Mann mit Lesebrille vorne auf der Nase, einem ernsten Blick und umgeben von Büchern.
Wir haben also:

  • alt
  • Mann
  • Lesebrille
  • viele Bücher(also gelehrt, was nicht heißt, dass einer der viele Bücher besitzt gelehrt ist! Aber das assozieiren wir eben)

Macht das aber wirklich einen Philosophen aus? Habe ich die Menschen mit meiner Domain hinters Licht geführt? Aber ist es denn so? Könnte es nicht viel mehr der Wille zum Denken sein, der einen Philosophen ausmacht? Ich laß in meinem ersten Buch zur Philosophie, nämlich “Sophies Welt” (das jeder besitzt, aber keiner gelesen hat) einen Vergleich, der mir bis heute treffend erscheint: “Ein weißes Kaninchen wird aus einem leeren Zylinder gezogen. Weil es ein sehr großes Kaninchen ist, nimmt dieser Trick viele Milliarden von Jahren in Anspruch. An der Spitze der dünnen Haare werden alle Menschenkinder geboren. Deshalb können sie über die unmögliche Zauberkunst staunen. Aber wenn sie älter werden, kriechen sie immer tiefer in den Kaninchenpelz. Und da bleiben sie. Da unten ist es so gemütlich, dass sie nie mehr wagen, an den dünnen Haaren im Fell wieder nach oben zu klettern. Nur die Philosophen wagen sich auf die gefährliche Reise zu den äußersten Grenzen von Sprache und Dasein. (…)” Ich bin also der Meinung (wie Sie bestimmt schon gemerkt haben), das ein Philosoph nichts anderes als ein denkender Mensch ist, daher kann jeder ein Philosoph sein. (Begrüße also jeden Denkanstoß!) Sollten Sie nun aber überzeugt sein, dass ein junges Mädchen keine Philosophin seien kann, so begrüße ich alle Argumente und freue mich auf eine lebhaft Diskussion.

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Sehen wir was wir sehen? Oder was wir sehen wollen?

Wenn euch heute ein Hitler auf der Straße begegnen würde und euch erzählte, dass die Juden vernichtet werden müssen, was würdet ihr tun? Lachen? Ich auch. Und wenn er es ernst meinen würde? Würde euch das auffallen? Wohl kaum. Wir sehen also nur was wir sehen wollen. Aber warum? Sind wir vielleicht gar nicht dazu gemacht die Welt wirklich zu sehen? Könnten wir die Fakten ertragen? Was wenn nicht? Schauen wir deshalb lieber weg? Oder können wir einfach nur subjektiv sein, weil wir eben Subjekte sind? Gibt es diese Objektive Welt denn überhaupt? Wahrnehmen kann sie dem entsprechend doch keiner von uns. Eine Welt die von vielen Subjekten beeinflusst ist, kann sie Objektiv sein? Wenn jeder Mensch ein Buch darüber schreiben würde wie er die Welt sieht, wie viel wäre identisch? Hat vielleicht jeder Mensch eine eigene Welt die sich irgendwie überlappen? Oder auch gar nicht überlappen? Wie viele Welten sind schon verloren die wir nie wieder sehen werden?

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Ist mein Leben ein Traum?

Wer hat sich nicht schon mal gefragt, wie real seine Welt ist? Ich könnte jetzt eine lange Argumenten folge für das für und wieder aufstellen, an deren Ende keiner wircklich klüger wäre. Also bleiben wir am besten an dem Punkt stehen. Was wollen wir eigentlich genau wissen? Wir wollen die Deffinition unseres jetztigen Zustand, und das anhand der zwei Wörter die wir für Zustände haben. Das ganze führt zu einer endlos langen Folge von Argumenten, die uns zu nicht viel führen. Was wäre aber wenn wir uns bloß nach unserem Zustand fragen? Wenn wir alle Wörter auseracht lassen? Wir sind jetzt jetzt. Wir sind das was wir sind. Keines der Worte die wir kennen muss darauf passen. Wie wärs denn mit jetzten. Wir sind jetzten. Oder zustand. Wir sind zustand.

Am besten nochmal anhand eines Beispiels, das mit dem Thema nichts zu tun hat:

Wir haben eine Matheformel, die wir so nicht lösen können, weil wir das nötige wissen haben. Nehmen wir mal 3x^2*5x^4=f(x) , manche würden jetzt sagen: “das haben wir doch ganz schnell gelöst!”, wir gehen jetzt aber mal davon aus wir sind in der 8. Klasse. So jetzt ist es ein Problem oder? Na also. Aber das ganze kann auch jemand aus der 8. lösen, der dem das nötige Wissen fehlt. Er ersetzt einfach x^2 durch z. Das darf er, keine Sorge. Dann haben wir 3z*3z^2=f(x) . Das können wir lösen! So einfach!
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Was ist ein Held?

 

 

Ist ein Held ein Mensch ohne Angst? Oder ist es gar die Angst, die ihn zum Helden macht? Wenn er etwas bezwingen würde, vor dem niemand Angst hat, wäre er kein Held. Ist man also ein Held, wenn man Angst überwindet? Aber dann wäre jeder ein Held. Ist es dann so, dass man zum Held wird, wenn man etwas überwindet, vor dem viele Menschen Angst haben? Bestimmt also die Mehrheit, wer zum Held wird und wer nicht? Aber Kinder haben doch auch Helden und sie brauchen keine Mehrheit, die für sie bestimmt. Reicht ein einziger Mensch um einen zum Helden zu machen? Aber was tut man für diese Menschen? Ist man ein Vorbild? Ist ein Held jemand, zu dem man aufsehen kann? Oder ist das eine andere Begrifflichkeit für Held? Gibt es verschiedene Arten von Helden? Kann ein Mensch, der kein Vorbild ist, zum Held werden? Aber auch ein schlechter Mensch kann ein Vorbild sein für Menschen, die dessen Taten für Großartigkeit halten. Ist er ein Held? Und was bestimmt, welche Taten gut und heldenhaft sind? Die Werte der Mehrheit? Machen Werte unsere Helden? Oder sind Helden einfach nur den Werten unterworfen? Ohne unsere Werte, wer wäre dann unser Held? Gäbe es einen? Nein. Wir hätten keinen. Denn, wenn es keine Werte gibt, gibt es niemanden, der ihnen entspricht, also keine Möglichkeit ihn zu bewerten. Unsere Helden werden aus Werten gemacht. Aber welche Werte sind das? Gerechtigkeit? Tugend? Mut? Tapferkeit? Haben sich diese Werte über die Generationen geändert? Nicht das es mir bekannt wäre. Aber was bedeuten diese Werte?

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